Pressemitteilung, 13. Juni 2017

8. Hamburger Mediensymposium - MA HSH-Direktor Fuchs: „Aufsicht muss Algorithmen verstehen!“

Norderstedt / Hamburg, den 13. Juni 2017 – Anlässlich des 8. Hamburger Mediensymposiums wies Thomas Fuchs, Direktor der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH), auf die Notwendigkeit hin, ein angemessenes Verständnis für die Funktionen von Algorithmen zu entwickeln und ihre positiven Potenziale auszumachen. Er betonte, dass ohne Algorithmen Informationsvermittlung und Meinungsbildung heutzutage nicht mehr sinnvoll gestaltet werden könnten.

Die Sicherung der Meinungsvielfalt bleibe eine Kernaufgabe der Medienanstalten. Bald werde sie sich auch auf Such- und Empfehlungsfunktionen von Intermediären wie Google, YouTube oder Facebook erstrecken. Fuchs verwies in diesem Zusammenhang auf den Abschlussbericht der Bund-Länder-Kommission zur Medienkonvergenz, der die Aufsicht über Intermediäre und die Konkretisierung von Diskriminierungsverboten als Aufgabe der Medienanstalten vorsieht.

„Da, wo durch Algorithmisierung Meinungsbildung im besonderen Maße beeinflusst wird, muss es ein gesetzlich vorgegebenes Regelwerk geben, das Behörden ermöglicht, auch hier die Einhaltung von Transparenzregeln und Diskriminierungsverboten zu überprüfen.“ Die Betonung der Verantwortung von Plattformen für die Inhalte, die sie verbreiten oder zu denen sie hinführen, gehe einher mit der Schaffung von Durchsetzungsmechanismen und Aufsichtsstrukturen. „Die Medienanstalten sind aufgefordert, sich dieser Aufgabe anzunehmen.“

Das Hamburger Mediensymposium ist eine gemeinsame Veranstaltung der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH), des Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung und der Handelskammer Hamburg. Es findet heute bereits zum 8. Mal statt. Das Thema der Veranstaltung lautet „Künstliche Intelligenz statt menschlicher Dummheit? Wie die Digitalisierung öffentliche Kommunikation verändert“.

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8. Hamburger Mediensymposium - MA HSH-Direktor Fuchs: „Aufsicht muss Algorithmen verstehen!“

Kontakt

Bei Fragen zu dieser Pressemitteilung wenden Sie sich bitte an die Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH), Pressesprecherin Simone Bielfeld, Telefon 040 / 36 90 05-28, E-Mail bielfeld@ma-hsh.de. Weitere Informationen über die MA HSH sind unter www.ma-hsh.de verfügbar.