Vierter parlamentarischer Abend von MA HSH und FFHSH in Kiel
MA HSH-Direktor Fuchs: Förderung von Medienkompetenz ersetzt nicht gesetzlichen Jugendmedienschutz!
FFHSH-Geschäftsführerin Hubert: Unterstützung des Nachwuchses als ein Schwerpunkt der FFHSH
Hamburg / Norderstedt, den 29. Juni 2011 – Im Rahmen ihres heutigen vierten gemeinsamen Parlamentarischen Abends in Kiel haben Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH) und Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH) wieder über ihre Arbeit berichtet und eine positive Bilanz gezogen.
Thomas Fuchs, Direktor der MA HSH, betonte, dass als Prävention im Hinblick auf jugendgefährdende Inhalte auch die Förderung der Medienkompetenz zu den gesetzlichen Aufgaben der MA HSH gehöre. Die anhaltend starke Nachfrage in diesem Bereich belege den großen Bedarf nach einer Verstetigung. „Aktuell unterstützen wir an die zwanzig medienpädagogische Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 350.000 Euro. Mit unterschiedlichen Akzentuierungen leisten sie alle einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Medienkompetenz im Norden. Daneben geben wir diverse Publikationen zum Beispiel für Eltern und Lehrer heraus und richten Veranstaltungen aus, die sich dem Themenfeld Medienkompetenz widmen“, berichtete Fuchs.
Die Förderung von Medienkompetenz ersetze jedoch nicht den gesetzlichen Jugendmedienschutz. Auch auf diesem Gebiet habe die MA HSH viel zu tun. Daher seien ein zeitgemäßer Jugendmedienschutz-Staatsvertrag und die Entwicklung und rasche Anerkennung von Jugendschutzprogrammen so wichtig, so Fuchs weiter.
In ihrer Rede sah Eva Hubert, Geschäftsführerin der FFHSH, den Grund für eine erneute Steigerung der Drehtage in der Region ursächlich in der Erhöhung der Fördermittel durch die Freie und Hansestadt Hamburg, den NDR und das ZDF: 2010 konnten mit 14 Mio. Euro 157 Filmprojekte unterstützt werden, der Regionaleffekt lag mit 27 Mio. Euro bei über 200 Prozent. Die Drehtage geförderter Filme stiegen in Hamburg um knapp 5 Prozent, in Schleswig-Holstein um 56 Prozent von 154 Drehtagen geförderter Produktionen (2009) auf 240 Drehtage (2010). Schleswig-Holstein hat auch im Jahr Vier nach der Fusion von dem Zusammenschluss beider Länderförderungen bedeutend profitiert. „Die Region ist auf der Leinwand und im Fernsehen zunehmend präsent, was gute Synergieeffekte für den Tourismus nach sich zieht“, so Hubert. Aktuell verfilmt Mike Marzuk in der historischen Fischersiedlung Holm in Schleswig den beliebten Kinderbuch-Klassiker FÜNF FREUNDE von Enid Blyton. Und die noch zu erwartenden Drehtage in der Region stimmen weiterhin optimistisch, zwei große Produktionen stehen für den Spätsommer und Herbst bzw. Winter an: DER GESCHMACK VON APFELKERNEN von Vivian Naefe nach dem Bestseller von Katherina Hagena und MARIONETTEN von Anton Corbijn nach dem Thriller von John Le Carré.
Hubert führte die Unterstützung des Nachwuchses als einen Förderschwerpunkt der FFHSH aus: Ohne die monetäre und ideelle Unterstützung würden es die jungen Talente nicht in den Markt schaffen. Neben der institutionellen Förderung der Hamburg Media School und der Hochschule für bildende Künste werden auch in den Auswahlgremien die Projekte von Newcomern wohlwollend geprüft. Über eine Million Euro flossen 2010 in Nachwuchsprojekte, das sind rund 10 Prozent der Gesamtfördersumme. Das Bewusstsein für neue Erzählstrukturen und Verwertungsformen wird von dem von der FFHSH initiierten EU-Projekt First Motion in die Branche getragen. Förderempfänger der ersten First-Motion-Runde ist Stefan Gieren, der erstmals im Rahmen des Parlamentarischen Abends ein Impuls-Referat über seine Arbeit als Autor, Regisseur und Produzent im Zeitalter von Web 2.0 gehalten hat.
Bei Fragen zu dieser Pressemeldung wenden Sie sich bitte an die Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH), Leslie Middelmann, Telefon 040 / 36 90 05-23, E-Mail middelmann@ma-hsh.de, oder an die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein GmbH, Helen Peetzen, Telefon 040 / 398 37-16, E-Mail peetzen@ffhsh.de. Weitere Informationen über die MA HSH sind unter www.ma-hsh.de, weitere Informationen über die FFHSH unter www.ffhsh.de verfügbar.
