Mediatage Nord 2011: MA HSH-Veranstaltung „Politischer Extremismus im Netz“ stößt bei Schülern und Lehrern auf große Resonanz
Norderstedt, den 16. November 2011 – Rund 150 Schüler mit ihren Lehrern nehmen an der heutigen eigens für sie ausgerichteten Vormittagsveranstaltung „Politischer Extremismus im Netz“ der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) im Rahmen der Mediatage Nord im Kieler Haus der Wirtschaft teil. Dabei gehen sie folgenden Fragen nach: Wie erkennen Jugendliche politischen Extremismus im Netz, welche Erscheinungsformen gibt es? Welche Rolle spielen Blogs und Soziale Netzwerke? Inwieweit wird auch Musik zur Verbreitung extremistischer Inhalte im Internet genutzt?
Den Eröffnungsvortrag „Politischer Extremismus im Netz: Erscheinungsformen und ganz reale Gefahren“ hielt Joachim Albrecht, Referatsleiter Öffentlichkeitsarbeit der Abteilung Verfassungsschutz im Innenministerium Schleswig-Holstein. Zur Stunde tauschen sich die Schüler in drei Workshops mit Simone Rafael, Chefredakteurin netz-gegen-nazis.de (Amadeu Antonio Stiftung), Mirjam Gläser, Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus Schleswig-Holstein und Michael Wörner-Schappert, jugendschutz.net, aus. Gegen Mittag werden die Workshop-Ergebnisse unter der Moderation von Carsten Kock, Chefkorrespondent bei Radio Schleswig-Holstein, zusammengeführt.
Dr. Wolfgang Bauchrowitz, stellvertretender Direktor der MA HSH, verwies in seiner Begrüßung darauf, dass politische Propaganda im Netz oft schwierig als solche zu erkennen und häufig gut verschlüsselt sei. Die MA HSH und ihre Schwesteranstalten in den anderen Ländern unternähmen besondere Anstrengungen, um die rasant wachsenden virtuellen Selbstdarstellungswelten im Netz im Blick zu behalten und Hinweisen auf illegale, jugendgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte nachzugehen - doch handelte es sich dabei um eine wahre Sisyphusarbeit, denn mit dem Internet wachse die Menge (politisch) extremer Inhalte.
„Aus diesem Grund sehen wir als MA HSH in der Förderung der Medienkompetenz von Jugendlichen eine sehr wichtige Aufgabe. Es geht uns darum, die Sensibilität für Medienwirkungszusammenhänge weiter zu steigern und aufzuzeigen, wie jeder von uns durch Medien manipuliert werden kann. Denn dieses Wissen - diese Medienkompetenz – befähigt Jugendliche, sich bewusst für und gegen bestimmte Inhalte zu entscheiden. Das gilt im besonderen Maße für die kaum noch überschaubaren und erst recht nicht lückenlos kontrollierbaren Inhalte im Internet. Zu eben dieser Bewusstseinsschärfung und Aufklärung soll auch unsere heutige Veranstaltung einen Beitrag leisten“, so Bauchrowitz weiter.
Bei Fragen zu dieser Pressemeldung wenden Sie sich bitte an die Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH), Pressesprecherin Leslie Middelmann, Telefon 040 / 36 90 05-23, E-Mail middelmann@ma-hsh.de. Weitere Informationen über die MA HSH sind unter www.ma-hsh.de verfügbar.
